Das letzte Paradies

Es war wohl eines meiner unvergesslichsten Erlebnisse, das ich je erleben durfte. Mein Trip in den noch sehr unberührten Dschungel von Siberut. Eine Insel, die eine Tagesschiffsreise entfernt vor der Küste Sumatras im indischen Ozean liegt. Geplant war damals (vor 8 Jahren) ein 1-wöchiger, geführter Trip quer über die Insel. Aus einer Woche wurden dann aber drei, denn das Schiff, das nur 2 Mal pro Woche zurück aufs Festland überschiffte, fuhr einfach nicht mehr. Zuerst wegen zu hohem Wellengang, dann weil der zuständige Kapitän verhaftet wurde, weil er illegalerweise einen Nasenbären im Maschinenraum mitgeschmuggelt hatte, dann weil der Kapitän immer noch hinter Gittern sass und dann ein erneutes Mal wegen zu hohem Wellengang. Schliesslich konnte ein neuer Kapitän organisiert werden und ich kehrte nach 3 Wochen heil und glücklich zurück nach Sumatra. Was ich auf Siberut erlebt hatte, war einzigartig und hatte ich so davor und auch danach nie wieder erlebt. Ich durfte dort neben dem unglaublich beeindruckenden Regenwald nämlich Menschen kennenlernen, die noch ganz ohne Kleider und ohne Elektrizität in einfachen Langhäusern im Wald leben und sich voll und ganz vom Wald ernähren. Faszinierend. Aufreibend. Manchmal romantisch, manchmal ernüchternd.

Nun habe ich vernommen, dass genau dieses kleine wunderbare Paradies auf Siberut zerstört werden soll. 20-tausend Hektaren Regenwald sollen abgeholzt und durch eine Holz-Monokultur ersetzt werden. Dass damit nicht nur der Dschungel, sondern eben auch die indigene Bevölkerung der Insel verschwinden wird, dürfte wohl jedem klar sein.

Umso wichtiger, dass du das hier unterschreibst; es ist eine Online-Petition, die, wenn genügend Unterschriften zusammen kommen, das traurige Schicksal dieser Menschen tatsächlich noch verhindern dürfte:

Hier klicken und unterschreiben!

 

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