Und plötzlich war da ein See…

Wir fuhren mit dem Auto. Schon seit Stunden und Stunden lagen noch vor uns. Eine weite Reise von der Nord- an die Südküste Javas. Wir wollten vor allem schnell und heil von A nach B kommen. Da tauchte plötzlich ein See vor uns auf. Wie aus dem Nichts. Plötzlich lag er da. Breitete sich auf der Ebene aus, zwischen Reisfeldern, still und friedlich. Wir hielten an, erkundigten uns. Sie sagten, man könne ein Boot mieten und sich den See so etwas genauer anschauen. Wenige Minuten später sassen wir auf einem Holzboot und ratterten auf einem Kanal Richtung See.

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Man erzählte uns dann, wie und wovon die Menschen hier leben. Allesamt vom See, natürlich. Die einen halten am Seeufer Enten, deren Eier und Fleisch sich auf dem Markt gut verkaufen lässt. Andere bauen grasgrüne Wasserpflanzen an, deren Stile sie schneiden, trocknen und zu Körben und anderem Flechtwerk weiterverarbeiten. Die meisten aber züchten auf dem See Fische. Fische namens Nila. Sie halten sie in Netzen, welche sie zwischen jeweils im Rechteck zusammengebundenen Bambusstäben festgemacht haben. Dazwischen die windschiefen Hütten aus Brettern und Plastik, hoch oben auf Stelzen. Dort werden nach einem erfolgreichen Fang die Fische gelagert, aber auch das Material, welches für die tägliche Arbeit auf dem See benötigt wird.

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